Lions Quest-Programm soll Persönlich­keits­entwicklung fördern

Von Liliane Zuuring:
Die Persönlichkeitsentwicklung von 10- bis 15-Jährigen zu fördern, das ist das Ziel des Lions Quest-Programms „Erwachsen werden“. 111 Lehrer konnten seit Herbst für knapp 20 000 € geschult werden.

Die Mittel für die Lehrerausbildung hat der Lions Club Essen-Werethina durch ein Gala-Benefizkonzert im Aalto-Theater Anfang des Jahres eingenommen.

Die Lebenssituation von Kindern hat sich verändert. Viele kommen nach der Schule in eine leere Wohnung, sind Einzelkinder. Oft sind Jugendliche verunsichert. Das Programm stärkt das Selbstbewusstsein, hilft bei Konfliktlösungen und fördert das gegenseitige Verständnis

so Paul Beckmann, Rektor des Gymnasiums Werden und zuständig für die Organisation der Lions-Quest-Ausbildung in Essen. Nein zu Drogen sagen zu können, das können Jugendliche und Kinder so beispielsweise lernen.

„Toll an der Schulung ist, dass wir die Übungen selbst machen, spüren, was sie bringen, so Lehrerin Nicola Berg-Rose. „Die Schüler lernen, ihre Gefühle auszudrücken. Der Lions Quest-Ordner für Lehrer stellt viele effektive Rollenspiele und Übungen vor.“ Schnell sei so ihre fünfte Klasse ein Team geworden. Die Schulzeit, so einer ihrer Kollegen, die er in die Übungen investiert hätte, hätte er durch das konzentrierte Arbeiten der Klasse in den anderen Stunden wieder reingeholt.

Lions Quest ist eine Kooperation des Lions Clubs International mit der amerikanischen gemeinnützigen Stiftung Quest International. Die deutschen Lions Clubs engagieren sich seit 1991für das Vorsorge-Programm. In vielen Bundesländern wird es bereits gefördert. Der Essener Lions Club ist inzwischen in Kontakt mit der NRW-Schulministerin, hofft auf eine Kooperationsvereinbarung mit dem Land an.