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Grubenfahrt

Lionsfreund Franz-Josef Wodopia war es zu verdanken, dass wir eines der wenigen noch in Betrieb befindlichen Bergwerke besuchen konnten.

Treffen war um 13:30 Uhr in Bottrop an der Zeche Prosper Haniel. Bei der Hinfahrt durch Wiesen, Felder und Wälder war niemand auf die Idee gekommen, dass es hier noch ein Bergwerk geben könne, zudem noch eines in Betrieb.

Nach einem interessantem Vortrag von Bergwerksdirektor Zilligen, auch ein Lionsfreund, ging es zum Umziehen. Uhren, Handys, Feuerzeuge mussten aus Sicherheitsgründen übertage bleiben. Die eigene Kleidung wurde komplett durch zünftige Bermannkleidung ersetzt. Hinzu kamen Helm, Leuchte, CO-Retter und der schwere Bleiakku für die Helmleuchte.


Einigen war die Aufregung anzumerken, als es mit 10 m/s 1000 m in die Tiefe ging. Wir konnten die Schachtwand durch das weitmaschige Gitter vorbeirasen sehen.



Unten ging es durch kilometerlange Gänge auf und ab in Richtung Streb. Die Bewetterung war so gut, dass wir die 25 Grad gar nicht bemerkten. Nach ca. 3,5 km langem Fußmarsch kamen wir am Streb an. Für uns wurde der automatische Vorschub der Stempel abgestellt und dann ging es mehr kriechend als gehend (1,5 Meter Höhe, ca, 80 cm breit) durch die Stempel in den Streb. Zwischen gegenüberliegender Wand lief noch ein Förderband. Dann sauste mit viel Lärm ein Schrämmlader am Flöz entlang. Um den feinen Staub gleich zu binden, wurde Wasser aufgesprüht. Diese Spiel wiederholte scih in kurzen Abständen, wenn der Lader  mit 3,5 m/s vorbeiraste. Nach ca. 10 Minuten konnten wir die Enge endlich wieder verlassen.

 


Jetzt ging es den ganzen Weg wieder zurück, immer stetig bergauf. Oft kamen uns Bergleute entgegen, die ihre Schicht antraten. Auch diese müssen diese großen Entfernungen jeden Tag zu Fuß zurücklegen. Als wir den letzten Schlussanstieg vor uns sahen (400 m mit 20 Grad Steigung), hatten wir doch ein wenig genug. Unsere Führer hatten ein Einsehen, denn wir durften das Personenförderband benutzen. Alle legten sich auf den Bauch und dann ging es schon mit erheblicher Geschwindigkeit los.



Mit vielen neuen Erfahrungen und einem großen Respekt vor der Arbeit der Bergleute rasten wir wieder nach oben.


 
 
 

Leicht geschwärzt gab es das Kauen-"Frühstück", zünftig für das Ruhrgebiet mit Currywurst in Schaschliksauce, Brötchen und kaltem Bier, alkoholfreies natürlich. Clubmaster Alfons Schramm hatte es sich nicht nehmen lassen und war auch noch gekommen. Mit seinem Anzug passte er so gar nicht zu uns "Schmuddelkindern".
 

 


Nach der abschließenden Dusche ging es wieder nach Hause.



Ein herzliches Dankeschön an LF Franz-Josepf Wodopia, LF Alfons Schramm und natürlich an unsere Führer von der RAG. Ach ja, und Dank an Kameramann LF Martin Striewisch.
 
Glückauf
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Veröffentlicht
17:34:45 14.06.2011