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2018 Nachlese

Wieder 4 Stipendien eingespielt

„Klavier total“ Benefizkonzert und Empfang des Lions -- Clubs Essen -- Werethina am 27. April 2018
 

Der Lions-Club Essen-Werethina feierte –so kann man sagen– sein 11. Benefizkonzert mit zahlreichen Gästen in der mit 370 Plätzen voll ausverkauften Aula der Essener Folkwang-Universität der Künste. Wer immer schon eine Vorstellung vom Klang und den Möglichkeiten eines Klaviers hatte, wurde bei diesem von Prof. Till Engel kenntnisreich, eindrucksvoll und humorvoll moderierten Konzert in jeder Hinsicht überrascht: Zunächst in einem „klassischen“ Teil mit zumeist vertrauten Kompositionen von Mozart, Chopin und Liszt, die aber wie neu, berückend und oftmals richtig spannend interpretiert wurden. Als Überleitung zum neueren Teil wirkten ein Prélude Skrjabins für die linke Hand und Clément Doucets „Chopinata“.

Es spielten im ersten Teil auf höchstem Niveau die Folkwang-Professoren Xaver Poncette mit seiner Ehefrau Renate, Fr. Hisako Kawamura und Till Engel. Mit Skrjabin und Doucet folgten die begabte und bereits sehr erfolgreiche Stipendiatin des Lions-Clubs Werethina, Mirel a Zhulali und noch einmal Hisako Kawamura, diesmal zusammen mit Georg Kjurdian.
 
 

Im zweiten Teil folgten moderne Kompositionen mit oft sehr ungewöhnlichem Einsatz des Klaviers, die von Prof. Engel so einleuchtend erläutert wurden, dass auch in diesem Bereich weniger versierte Zuhörer zumeist einen Zugang zu diesen Werken fanden:
  • Xaver Poncette, „Palindrom für Klavier zu vier Händen“ (2004),
  • Moritz Eggert, (*1965), „One Man Band“ 1 aus „Hämmerklavier“ ,
  • Kai Schumacher, „Rausch“ (2018) und
  • Steve Reich, „Electronic Conterpoint“ Satz 2 , für zwei Klaviere zu acht Händen bearbeitet von Kai Schumacher.
Der Titel „Klavier total“ wurde somit auf allen Ebenen verwirklicht, historisch von Mozart (1756 – 1791) bis Kai Schumacher (*1979), das Klavier bearbeitet mit zwei, vier, acht Händen, aber auch mit Nase und Fuß, und keineswegs nur über die Tasten.

In bester Laune begab sich anschließend der größte Teil des Publikums zum wohlbestückten Buffet und vielen interessanten Gesprächen über das eben Gehörte und über alles in der Welt. Da sah man die Essener Lions mit den Spitzenvertretern ihres Lions-Distrikts, mit Gästen aus anderen Lions -und Rotary -Clubs und mit ihren Freunden aus dem Luxemburger Jumelage-Club „Amitiée“. Darunter auch viele Freunde und Förderer der Universität und des Clubs Werethina und interessierte Bürger aus Essen-Werden. Auffallend war in dieser großen Gästeschar die bunte Mischung zwischen Alt und Jung, zwischen Deutschland und der „Welt“: da saßen nicht nur wie in vielen anderen Konzerten die „Grauhaarigen“, sondern dazwischen auch viele junge Clubmitglieder und –bei Folkwang und dem Ziel dieses Konzertes kein Wunder– zahlreiche junge Studenten aus aller Herren Länder. So mischten sich an einigen Tischen altgediente Lions mit Studentinnen und Studenten aus Litauen, Rumänien, Albanien, Iran und China –sicherlich ein durch die Musik bewirktes und über sie hinausweisendes gutes Zeichen in einer Welt zwischen Globalisierung und spießigem Nationalismus.

Zu danken hat der Club vielen, die dieses Fest möglich gemacht haben, vor allem den Künstlern, die alle ohne Honorar dieses Konzert gespielt haben, an ihrer Spitze Prof. Till Engel, der es geplant, mit seinen Kollegen und Studenten verwirklicht und für die Gäste kompetent und bereichernd moderiert hat. Zu danken ist auch LF Dr. Jürgen Welter, dem zuverlässigen Motor dieses Unternehmens, und seinem inzwischen vergrößerten Team.

Nicht möglich gewesen wäre das alles ohne die vielen hilfreichen Sponsoren, zu denen letztlich auch jeder Konzertbesucher gehört hat. Und zu danken ist –last but not least– Prof. Dr. Oliver Scheytt, dem Moderator und Geschäftsführer der Ruhr-Kulturhauptstadt Europas 2010 und jetzigen Schirmherrn dieser Veranstaltung. In seiner Begrüßungsansprache stellte er den Zusammenhang zwischen dem Wirken der Folkwang-Universität, dem Engagement des Lions Clubs Essen-Werethina und der „Durchdringung unseres Alltags durch Kunst in Zukunft und Welt“ her.

Paul Beckmann