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Die Künstler

Stefan Soltesz
Stefan Soltesz wurde in Ungarn geboren. An der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst studierte er Dirigieren bei Hans Swarowsky sowie Komposition und Klavier.

1971 begann er als Kapellmeister am Theater an der Wien seine Karriere, worauf Engagements als Korrepetitor und Dirigent an der Wiener Staatsoper (1973-83) und als Gastdirigent am Grazer Opernhaus (1979-81) folgten. Während der Salzburger Festspiele (1978, 1979 und 1983) arbeitete er auch als Musikalischer Assistent bei Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan.

Positionen als ständiger Dirigent hatte Stefan Soltesz an der Hamburgischen Staatsoper (1983-1985) und an der Deutschen Oper Berlin (1985-1997) inne. Als Generalmusikdirektor wirkte er von 1988-1993 am Staatstheater Braunschweig sowie als Chefdirigent von 1992-1997 an der Flämischen Oper Antwerpen/Gent.

Seit 1997 ist er Intendant des Aalto-Theaters, welches 2008 im Rahmen der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt" zum „Opernhaus des Jahres" ernannt wurde, und Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker (2003 und 2008 „Orchester des Jahres").

Gastdirigate führen Stefan Soltesz regelmäßig an die Wiener Staatsoper sowie an die großen Opernhäuser Deutschlands (u.a. nach München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Leipzig und Dresden). Darüber hinaus gastierte er an der Pariser und der Zürcher Oper, De Nederlandse Opera Amsterdam, Teatro Massimo Bellini Catania, an der Oper Bilbao, am Teatro Colón in Buenos Aires, in Japan, an der Washington und der San Francisco Opera, in Covent Garden, sowie bei den Festivals in Montpellier, Aix-en-Provence und Savonlinna.

Sinfoniekonzerte und Rundfunkaufnahmen dirigierte Stefan Soltesz u.a. in München, Hamburg, Hannover, Dresden, Berlin, Saarbrücken, Wien, Rom, Catania, Turin, Mailand, Genua, Verona, Triest, Basel, Bern, Paris und Budapest.

Seine CD-Einspielungen umfassen u.a. Opern von Giacomo Puccini („La Bohème"), Giuseppe Gazzaniga („Don Giovanni") und Alexander von Zemlinsky („Der Kreidekreis") sowie Arien und Lieder mit Grace Bumbry, Lucia Popp und Dietrich Fischer-Dieskau.

Olga Kern
Die aus einer Musikerfamilie stammende Olga Kern begann das Klavierspiel mit fünf Jahren. Sie studierte zunächst bei Jewgeni Timakhin an der Moskauer Zentralen Musikschule und setzte ihr Studium am Tschaikowsky-Konservatorium bei Sergej Dorenesky fort. 1996 erhielt sie ein Stipendium des russischen Präsidenten. Mit dreizehn Jahren gewann sie ein Diplom beim Concertino Praga. Nachdem sie als Siebzehnjährige den Rachmaninow-Wettbewerb für junge Pianisten gewonnen hatte, beteiligte sie sich an weiteren internationalen Wettbewerben. So gewann sie 1990 den Concorso in Pinerolo und 2001 den Van-Cliburn-Klavierwettbewerb. Ihre dann folgende Konzertkarriere setzte sie mit zahlreichen Auftritten in unterschiedlichen europäischen Metropolen fort, reiste nach Japan, Südkorea und in die Vereinigten Staaten. Vor allem dort wurde sie nach der Goldmedaille des Van-Cliburn-Wettbewerbs eine sehr gefragte Solistin, ja ein Publikumsliebling.

Olga Kern bevorzugt die große romantische Klavierliteratur. Ihr Repertoire, das bereits in etlichen Aufnahmen vorliegt, umfasst die hochvirtuosen Paganini-Variationen op. 35 von Johannes Brahms, Werke Franz Liszts, das erste Klavierkonzert von Tschaikowski, das monströs-virtuose dritte Klavierkonzert Rachmaninows, dessen zweite Klaviersonate, Transkriptionen, Corelli-Variationen und kürzere Stücke (Morceaux de Fantaisi, Daisies) sie ebenfalls interpretierte. Darüber hinaus spielte sie einige Werke Chopins ein, wie das Klavierkonzert op. 11 und die berühmte Polonaise in As-Dur op. 53. Auch eine Aufnahme von Balakirews vertrackter Islamej liegt mittlerweile vor.

In vielen dieser Interpretationen tritt ihre kraftvoll-brillante Virtuosität und Griffsicherheit ebenso in Erscheinung wie ihre klare, rhythmisch übersichtliche Spielweise, die bisweilen harte und kantige Züge annehmen kann.

Die nüchtern-klare Herangehensweise auch an romantische, hochexpressive Musik hält sie von sentimentalen und romantisierenden Deutungen sowie übertriebenem Rubato-Spiel ab.


Essener Philharmoniker
Die Essener Philharmoniker bestehen seit 1899 und haben den Ruf Essens als Musikstadt wesentlich geprägt. Richard Strauss, Gustav Mahler und Max Reger standen am Pult dieses Orchesters.

Seit der Saison 1997/98 ist Stefan Soltesz Generalmusikdirektor der Stadt Essen und Intendant des Aalto-Musiktheaters. 2003 und 2008 wurden die Essener Philharmoniker in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Opernwelt" zum "Orchester des Jahres" gekürt.

Neben den Diensten im Aalto-Theater spielen die Essener Philharmoniker mehr als 30 Konzerte pro Saison und gastieren darüber hinaus regelmäßig in der Düsseldorfer Tonhalle, der Kölner Philharmonie, bei den Dresdner Musikfestspielen, im Konzerthaus Dortmund sowie bei den Internationalen Richard Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen.

Auch auf Nachwuchsförderung legt das Ensemble viel Wert: Seit 1999 bietet die Orchesterakademie der Essener Philharmoniker jungen, professionell ausgebildeten Musikern ein zwölfmonatiges Stipendium.