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Jumelage mit dem Lions Club Tunis le Belvedere

Nach jahrelang gepflegten  Beziehungen mit dem Gründungspräsidenten des Lions Clubs Tunis le Belvedere -Mahmond Chaouch Mansour- besuchte unser verstorbener Lionsfreund Günther Behrens die Charterfeier dieses tunesischen Clubs am 12.11.1988.  Der Besuch führte dazu, dass bereits im nächsten Jahr  -vom 18. bis 22.11.1989-  unser Club eine Delegationsreise nach Tunis durchführte, an der sich die Ehepaare Löhr, Straube, Merkle sowie die Lionsfreunde Behrens und Bisler beteiligten. Bereits am ersten Abend gab der Lions Club Tunis le Belvedere einen sehr herzlichen Empfang für unsere Reiseteilnehmer, und so wurde alsbald festgestellt:  “Unsere Lionsfreunde sind sehr sympathische, äußerst hilfsbereite und engagierte Damen und Herren, denen viel daran liegt, die Verbindung mit Deutschland und mit uns zu festigen und weiter auszubauen“. Gleichzeitig wurde als Activity-Maßnahme dem Kinderkrankenhaus in Tunis ein gebrauchtes, voll funktionsfähiges Röntgengerät überreicht, dessen Beschaffung und Transport nach Tunis allein schon eine abenteuerliche Leistung war. Natürlich wurde auch eine Reise nach Kairouan, die 4. Heilige Stadt des Islam, durchgeführt.

Dieser Gedankenaustausch zwischen den beiden Clubs wurde in den folgenden Jahren durch Besuche unserer Mitglieder Löhr, Steimle und natürlich Behrens intensiviert, wobei auch der Einsatz unseres verstorbenen Lionsfreundes Bisler für die weitere Entwicklung der Beziehungen besonders zu erwähnen ist. Ein zweites Mal konnten wir ein mobiles Röntgengerät unseren tunesischen LIONS Freunden übergeben. Exkursionen in das Land, neben Kairouan natürlich auch Karthago und die antike Stadt Dugga sowie ein Besuch der berühmten Mosaiken im Bardo-Museum vermittelten uns einen Eindruck über die vielschichtigen historischen  Wurzeln des heutigen Tunis.
 
Die inzwischen herzlichen Beziehungen wurden 1996 durch den Besuch einer tunesischen Delegation in Essen und die anschließende Teilnahme von Lionsfreund Urban an der Convention du District 414 (Maghreb) in Tunis vertieft, so daß der Wunsch einer dauerhaften freundschaftlichen Verbindung von beiden Seiten geäussert wurde. 1998 nahmen die Lionsfreunde Behrens und Löhr an dem vom  damaligen Governor des Landes Tunesien, Mahmond Chaouch Mansour, hervorragend organisierten LIONS Forum  "Le´Mediterranee: Mer a  Preserver " teil, in welchem alle politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte des Mittelmeeres diskutiert wurden. LIONS Clubs aller Anrainerstaaten schickten prominente Vertreter  zu diesem Symposium. Als Nicht-Anrainer, aber intessierte  Lions, konnten wir einen medizinisch-ökologischen  Beitrag beisteuern und so den Gruß der deutschen Lions und  unseres Lions Clubs überbringen.
Anlässlich der Feier des 10. Jahrestages der Gründung des tunesischen Lions Clubs  wurde 1998 zwischen Essen-Werethina und Tunis le Belvedere ein Schreiben als  “Charta der Freundschaft“ ausgetauscht. Wir waren uns darin einig, daß dies eine Vorstufe für eine spätere Jumelage sein würde.

Am 3.November 2001 war es dann soweit: Während des Besuches unserer tunesischen Freunde in Essen - hierzu waren 11 Mitglieder des Lions Clubs Tunis le Belvedere einschließlich ihrer Ehefrauen angereist- wurde unter der Ägide der beiden Präsidenten Nabil Kedidi und Friedrich Hörr die feierliche Zeremonie der Jumelage zwischen den Lions Clubs Tunis le Belvedere und Essen-Werethina vollzogen. Die ausgetauschten Urkunden in französischer und deutscher Sprache sind von den Präsidenten beider Clubs und ihren Sekretären unterzeichnet worden. In ihren Ansprachen wiesen die Präsidenten auf die völkerverbindende LIONS-Idee hin: Beide Clubs gingen so eine auf gegenseitigen  Respekt und Freundschaft basierende freundschaftliche Lions-Verbindung ein, die zum Wohle  beider Völker weiter gefestigt und durch gemeinsame Activities im Sinne von LIONS gefördert werden soll.
In der Zeit vom 3. bis 6. 10. 2002 fand ein vertiefender Gegenbesuch in Tunis statt, an dem alle tunesischen Lionsfreunde und 19 Lionsfreunde aus Essen einschließlich der Ehefrauen teilnahmen. Der Ablauf der Veranstaltung und die gegenseitigen Gespräche –viele tunesische Lionsfreunde sprechen übrigens gut deutsch- wird allen Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Eberhard Löhr