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Jumelage mit dem Lions Club Luxembourg-Amitié

Der Gedanke an eine Jumelage, d.h. an eine freundschaftliche Verbindung zu einem europäischen Lions Club entstand beim Lions Club Essen-Werethina im Jahre 1977 vor allem durch die unablässigen Hinweise unseres Freundes Hans Cirkel, mehr für die Stärkung des europäischen Gedankens zu tun.
Auf der Mitgliederversammlung am 5.9.1977 -in der Präsidentschaft von Eberhart Krameyer- wurde ein dahingehender Beschluss gefasst. Reinhard Faust wurde als Jumelage-Beauftragtem die Aufgabe übertragen, die Vorbereitungen aufzunehmen.

Erste Fühlungnahmen mit dem Jumelage-Beauftragten des Districts Luxemburg blieben ohne Ergebnis. Unser Freund  Gerhard Herber vermittelte schließlich die Verbindung zu dem ihm persönlich bekannten damaligen Governor des Districts Luxemburg, Robert („Bob”) Frommes, der versuchen wollte, den erst vor kurzem gegründeten Club Luxembourg-Amitié für eine Jumelage zu gewinnen. Anfang 1978 erklärte dieser sein Einverständnis. In einem Briefwechsel zwischen den Präsidenten Eberhart Krameyer und Marcel Schleder wurde ein Treffen für den 10.4.1978 vereinbart, zu dem unsererseits sieben Freunde (Krameyer, Herber, Heinrich, Kühn, Loos, Thym, Faust) nach Luxemburg fuhren. Die Teilnahme an einem Clubabend der Amitié führte zu eingehenden Vorstellungsgesprächen und zu regem Gedankenaustausch. Dabei zeigte sich bereits, dass Befürchtungen wegen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten bei den vielsprachigen Luxemburger Lionsfreunden als völlig ausgeräumt gelten konnten. Ein Gegenbesuch von fünf Luxemburgern, diesmal mit Damen, fand am 10.6.1978 in Verbindung mit einer von uns organisierten Münsterländer Wasserburgenfahrt statt.

Am 16.6.1979 wurde dann die Jumelage in einem feierlichen Festabend in der Gesellschaft Verein von den damaligen Präsidenten Günther Thym und Nies offiziell begründet und dokumentiert. Unser Lionsfreund Wolfram-Eberhard Saro schuf dazu eine zweiteilige Stele aus Acryl, von der jeweils eine Hälfte beiden beteiligten Clubs als Erinnerungszeichen übergeben wurde.

In den Folgejahren wurden einmal jährlich gemeinsame Treffen veranstaltet in Luxemburg oder in Essen, bisweilen auch in von beiden Seiten leicht erreichbaren Orten, so zweimal im landschaftlich reizvollen Maria Laach, in Cochem und in Bernkastel. Die Teilnehmerzahlen waren beachtlich, von beiden Seiten nahmen je rund 20 Mitglieder mit ihren Damen teil.

Viele Besuche und Gegenbesuche sind uns in bester Erinnerung geblieben, seien es die von den Luxemburger Freunden organisierten Besichtigungen der Befestigungsanlagen der alten Kaiserstadt Luxemburg als Bollwerk gegen Frankreich, die Besichtigungen der Kunstgalerien, die Besuche bei Radio Luxemburg mit Präsentation des damals neuen Satellitenfernsehens oder die Fahrt zum wunderschönen Museum der Mme. Kayser an der Mosel mit ausführlicher Weinprobe. Im Gegenzug haben wir versucht, unseren Freunden unseren Lebensraum  Essen mit seinen kulturellen Highlights, Industriedenkmälern, aber auch die strukturellen Probleme unserer Region nahezubringen.

Ab 1993 nahmen auch Mitglieder des Lions Clubs Luxembourg-Amitie an unseren internationalen Clubreisen teil, so z.B. nach China, Budapest, Rom, Madrid. Das 10. Jahr der Jumelage wurde besonders gefeiert, ebenfalls das 20. Jahr anläßlich der gemeinsamen Reise nach Athen.

Ziel der Jumelage war es natürlich auch, gemeinsame Activities im internationalen Bereich auf den Weg zu bringen. So engagierten sich beide Clubs für das Sight-First Programm. Eine  Reise unserer Lionsfreunde Frank Römer und Eberhard Löhr zusammen mit dem Luxemburger Lionsfreund Jean-B. Wagner nach Alexandria mit Übergabe eines Schecks an die Universitäts-Augenklinik zum Zwecke der Finanzierung von Operationen von armen und bedürftigen  Patienten war ein sichtbarer Ausdruck dieser Activity. In gleicher Weise haben sich beide Clubs am Sight-First Projekt der  von den Bremer Lions Clubs gegründeten  Augenklinik in Haiti engagiert.

Viele bis heute andauernde familiäre und freundschaftliche Beziehungen entstanden, wurden und werden weiterhin gepflegt. Wir sind sicher, dass die Jumelage mit unseren Luxemburger Freunden uns im Sinne von LIONS näher gebracht und auch das Gefühl einer Zusammengehörigkeit in dem entstehenden Europa gefördert hat.

Reinhard Faust